Burnout

Deine Psyche isst mit: Wie Nährstoffe und Dein Darm die Seele beeinflussen

Schön, dass Du nach unserem Podcast „Auf die inneren Werte kommt es an: Mentale Gesundheit aus einer naturheilkundlichen Sicht“ hierhergefunden hast! Im Podcast haben wir bereits darüber gesprochen, dass Symptome wie Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen oder Burnout oft tiefere Wurzeln haben, als man zunächst annimmt. Heute wollen wir noch einen Schritt weiter gehen und Dir zeigen, welche faszinierenden Zusammenhänge zwischen Deiner Ernährung, Deinen Genen und Deinem seelischen Wohlbefinden bestehen.

Hast Du Dich jemals gefragt, warum Du Dich trotz ausreichend Schlaf ständig müde fühlst? Oder warum manche Menschen anfälliger für Stress und Stimmungsschwankungen sind als andere? Die Antwort könnte direkt in Deinem Blut zu finden sein.

Der versteckte Hunger Deines Gehirns: Wenn Mikronährstoffe fehlen

Dein Gehirn ist eine Hochleistungszentrale. Es verbraucht rund 20 Prozent Deiner gesamten Energie und ist für die Produktion von wichtigen Botenstoffen (Neurotransmittern) wie Serotonin (dem „Glückshormon“) oder Dopamin (das „Motivationshormon“) verantwortlich. Für all diese Prozesse benötigt es „Treibstoff“ in Form von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Fehlen diese Mikronährstoffe, gerät die sensible Biochemie Deines Gehirns aus dem Gleichgewicht.

  • Depression und depressive Verstimmungen: Ein Mangel an Vitamin D, B-Vitaminen (insbesondere B12 und Folsäure) und Omega-3-Fettsäuren wird immer wieder mit dem Auftreten von Depressionen in Verbindung gebracht. Diese Nährstoffe sind entscheidend für die Bildung von Serotonin.

  • Burnout und Energiemangel: Fühlst Du Dich chronisch erschöpft? Hier spielen oft Magnesium (das „Anti-Stress-Mineral“), der Vitamin-B-Komplex und das Coenzym Q10 eine entscheidende Rolle für Deine zellulären „Kraftwerke“, die Mitochondrien.

  • Innere Unruhe und Ängste: Fehlt es Deinem Körper an Zink oder Magnesium, kann sich das in Nervosität und innerer Unruhe äußern. Diese Mineralstoffe sind wichtig für die Funktion des hemmenden Neurotransmitters GABA, der für Entspannung und Ausgeglichenheit sorgt.

Dein Bauchgefühl lügt nicht: Wie der Darm Deine Stimmung lenkt

Hast Du gewusst, dass über 90 % des „Glückshormons“ Serotonin in Deinem Darm gebildet werden? Die Verbindung zwischen Darm und Gehirn, die sogenannte Darm-Hirn-Achse, ist eine der spannendsten Entdeckungen der modernen Medizin. In Deinem Darm lebt ein riesiges Ökosystem aus Billionen von Bakterien – das Mikrobiom. Diese kleinen Helfer sind nicht nur für die Verdauung zuständig, sondern sie produzieren auch Neurotransmitter oder deren Vorstufen.

Eine gesunde und vielfältige Darmflora versorgt Dein Gehirn also mit den Bausteinen für eine gute Stimmung. Gerät dieses empfindliche Gleichgewicht jedoch durch Stress, schlechte Ernährung, Medikamente oder Infektionen durcheinander (eine sogenannte „Dysbiose“), kann die Produktion der Botenstoffe ins Stocken geraten. Die Folge: Obwohl im Gehirn alles „in Ordnung“ ist, kommen nicht genügend Botenstoffe an. Das kann sich in Form von Ängsten, depressiven Verstimmungen oder Reizbarkeit äußern. Ein gesunder Darm ist somit das Fundament für eine gesunde Psyche.

Darm-Hirn-Achse

Mehr als nur Zahlen: Was Dein Blutbild wirklich verrät

Ein Standard-Blutbild prüft oft nur, ob Werte innerhalb eines breiten Normbereichs liegen. Die analoge Betrachtung, wie wir sie in die Auswertungen einbeziehen, geht viel tiefer. Sie fragt nicht nur was ein Wert ist, sondern wofür er seelisch-geistig steht. Dabei werden die Beziehungen der Werte zueinander analysiert, um funktionelle Schwächen und Konstitutionstypen zu erkennen, lange bevor eine handfeste Krankheit entsteht.

Vertiefendes Beispiel: Niedrige Thrombozyten & niedriges Cholesterin

Stell Dir vor, in Deinem Blutbild zeigen sich gleichzeitig sehr niedrige Thrombozyten- und Cholesterinwerte. Schulmedizinisch sind beide Werte für sich genommen vielleicht gerade noch unauffällig. In der analogen Betrachtung zeichnen sie jedoch ein sehr klares Bild:

  • Niedriges Cholesterin: Cholesterin ist ein Baustoff für jede einzelne Zellmembran. Es sorgt für Stabilität und grenzt das Zellinnere vom Außen ab. Analog steht ein niedriger Cholesterinwert für dünne, durchlässige Grenzen zur Außenwelt. Menschen mit diesem Wert sind oft sehr offen, feinfühlig, sensibel und nehmen Reize und Stimmungen von anderen ungefiltert auf.

  • Niedrige Thrombozyten (Blutplättchen): Die Aufgabe der Thrombozyten ist es, bei einer Verletzung die Wunde zu verschließen. Analog stehen sie für die Fähigkeit, einen Konflikt oder eine seelische Verletzung zu einem Abschluss zu bringen und sich wieder abzugrenzen. Niedrige Werte deuten auf eine Tendenz hin, dass Wunden (auch seelische) lange „nachbluten“.

Was bedeutet das in Kombination? Ein Mensch mit dieser Konstellation ist extrem reizoffen (niedriges Cholesterin) und kann sich gleichzeitig schlecht abgrenzen und Dinge abschließen (niedrige Thrombozyten). Im Alltag fühlt er sich schnell von äußeren Einflüssen überwältigt, kann schlecht „Nein“ sagen und grübelt lange über Gespräche nach.

Ein Helfer aus der Natur: Die Kraft der Engelwurz (Angelica archangelica)

Genau für eine solche Konstitution hält die Phytotherapie einen wunderbaren Helfer bereit. Hier geht es nicht darum, einen Laborwert zu korrigieren, sondern darum, das seelische Muster zu unterstützen. Von ihrem Wesen her passt die Engelwurz (Angelica archangelica) perfekt.

Ihr Name verrät bereits alles: Sie gilt als schützende Pflanze, die eine Verbindung zum „Himmel“, also zur eigenen Intuition und zum höheren Selbst, herstellt. Betrachten wir ihr Wesen: Die Engelwurz ist eine mächtige, zweijährige Pflanze mit einem starken, hohlen Stängel, der klar strukturiert ist. Sie wächst kraftvoll aus einer tiefen Pfahlwurzel empor und verströmt einen aromatischen, erdenden Duft.

 

Engelwurz
Der Engelwurz

Für den Menschen mit den „dünnen Grenzen“ kann die Engelwurz (z.B. als Urtinktur von Ceres) folgende Impulse geben:

  • Struktur und Aufrichtung: Die klare Gliederung und Kraft ihres Stängels hilft dabei, das eigene innere Rückgrat zu stärken. Sie unterstützt dabei, sich selbst zu strukturieren und sich nicht im Außen zu verlieren.

  • Schutz und Abgrenzung: Ihr aromatischer Duft schafft eine Art schützende, wärmende Hülle. Sie gibt die Kraft, ein klares „Nein“ zu formulieren und sich vor Reizüberflutung zu schützen, ohne die eigene Feinfühligkeit zu verlieren.

  • Innere Wärme und Mut: Die Engelwurz ist eine wärmende Pflanze. Diese Wärme nährt von innen und gibt den Mut, sich zu zentrieren und den eigenen Raum einzunehmen.

Sie hilft also nicht, eine Mauer zu errichten, sondern stärkt die eigene Mitte, sodass man offen bleiben kann, ohne sich selbst dabei zu verlieren.

Nimm Deine Gesundheit in die Hand: Der erste Schritt ist Wissen

Du siehst: Deine mentale Gesundheit ist ein komplexes Zusammenspiel aus Biochemie, Darmgesundheit und tiefen konstitutionellen Mustern. Statt nur Symptome zu behandeln, möchten wir die Ursache finden. Und der Schlüssel dazu liegt oft in Deinem Blut – wenn man es richtig zu lesen weiß.

Erkennst Du Dich in den beschriebenen Mustern wieder? Bist Du es leid, nicht zu wissen, warum Du Dich so fühlst, wie Du Dich fühlst? Eine umfassende, ganzheitliche Blutanalyse kann Dir die Antworten liefern, die Du suchst.

Hör auf zu raten – fang an zu messen!

Bist Du bereit, endlich Klarheit zu bekommen? Dann vereinbare jetzt Deinen Termin für eine ganzheitliche Blutanalyse in unserer Praxis. Wir freuen uns darauf, Dich auf Deinem Weg zu mehr Energie und Lebensfreude zu begleiten!

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